Division Orell Füssli Sicherheitsdruck

Im Jahr 2011 war die Sicherheitsdruckerei von Orell Füssli voll ausgelastet. Im vierten Quartal wurde die Produktion auf einigen Maschinen auf 4-Schicht-Betrieb umgestellt, um die Aufträge termingerecht abarbeiten zu können. Dadurch konnte Orell Füssli Sicherheitsdruck die Anzahl der produzierten Noten gegenüber dem Vorjahr um 12% steigern. Über 90% der gefertigten Banknoten waren für den Exportmarkt bestimmt. Neben dem fortgesetzten Wettbewerbsdruck auf dem internationalen Markt hat sich auch die Stärke des Schweizer Frankens gegenüber Euro und US-Dollar auf Umsatz und Ertrag deutlich negativ ausgewirkt. Die Division Sicherheitsdruck erzielte 2011 einen Verkaufserlös von CHF 85,4 Mio. (2010: CHF 99,3 Mio.). Das Betriebsergebnis erreichte CHF 11,3 Mio. (2010: CHF 13,1 Mio.). Zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit senkte Orell Füssli Sicherheitsdruck die Gemeinkosten ohne Personalabbau mit einem konsequenten Einsparungsprogramm um 5%.

Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, und die Auslastung für die erste Jahreshälfte 2012 ist gesichert. Um dem erwarteten Anstieg an Bestellungen Rechnung zu tragen, liess sich Orell Füssli vorsorglich für die nächsten drei Jahre die Genehmigung für den 4-Schicht-Betrieb erteilen. In Kombination mit einem Jahresarbeitszeitmodell erwartet die Division dadurch, flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können.

Entwicklungen:

Orell Füssli Sicherheitsdruck setzte die im Vorjahr intensivierte Marktbearbeitung fort und gewann gegen starken internationalen Wettbewerb drei Neukunden auf dem afrikanischen Kontinent. Der Vertrieb wurde weiter ausgebaut, so dass Orell Füssli Sicherheitsdruck nun weltweit tätig ist. Ebenso wurde der Bereich Technologie neu organisiert und personell verstärkt, um die Innovationskraft zu steigern.

Anlässlich der «Banknote 2011»-Konferenz in Washington wurde das von Orell Füssli entwickelte neue Sicherheitselement TwinPerf® lanciert. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des traditionellen MicroPerf.

Wie bereits bekannt gegeben, konnte die Produktion der neuen Schweizer Banknoten nicht wie erwartet im vierten Quartal 2011 gestartet werden. Nach erfolgreichem Abschluss der Nullserieproduktion traten vor Beginn des Auflagendrucks unerwartete Schwierigkeiten bei einem Zulieferer auf. Die beteiligten Stellen arbeiten intensiv daran, die kurzfristig aufgetretenen Probleme zu beheben und die Produktion zu starten. Aufgrund der Modalitäten des zugrundeliegenden Vertrags lieferte dieser Auftrag trotzdem einen substantiellen Beitrag zum Ergebnis von 2011.